AKTUELLES: Der Wall kann mehr!

Eines der potentiellen Highlights eines jeden Duderstadt-Aufenthalts und eine beliebte Strecke für Spaziergänger und Jogger ist unser Wall. Nachdem das Thema Sauberkeit in der Stadt erneut Thema im Rat der Stadt war, habe ich mir mit Kollegen und ihrer vierbeinigen Begleitung den Wall unter diesem Gesichtspunkt angeschaut und – wichtiger noch – überlegt, wie wir das Potential dieses historischen Erbes auch unter touristischen Gesichtspunkten optimieren können.

Zunächst ist festzustellen, dass sich der Wall in einem insgesamt ordentlichen Pflegezustand befindet, dem Bauhof sei Dank.

 

Als erstes fällt auf, dass das blau/gelbe Pärchen des Künstlers Oskar Müller schon seit einem halben Jahr abgebaut ist; klar ist, es muss nach einem halben Jahr möglichst rasch wieder auf den Wall! Das seinerzeitige Medienecho auf dieses und auch andere Kunstwerke z.B. der Künstlergruppe „Kontura“ zeigen den Weg: Auf den Wall gehört Kunst! Dann wäre der KunstWall für Duderstadt ein Touristenmagnet erster Güte! Besonders geeignet sind die Eckbereiche, die sogenannten“Bastionen“. Dort, an der Bastion im Nordosten stand auch ein Denkmal des Reichsbanners „Schwarz-Rot-Gold“ zur Erinnerung an Friederich Ebert, Walther Rathenau und Matthias Erzberger, das 1933 zerstört wurde.

Der Wall ist auch die Spazier- und Joggingstrecke Nr. 1 in Duderstadt. Das gilt es mit Fitnessgeräten und -stationen auszubauen, wünschenswert wäre statt Kies ein geeigneter Untergrund.

Kein Ruhmesblatt, im Gegenteil, sehr unansehnlich präsentiert sich die das Denkmal zur Erinnerung „an die tapferen Söhne der Stadt“ von 1895 zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Hier hat der Bauhof aber zugesagt, den Bereich um das Denkmal herum freizuschneiden.

Ebenfalls unansehnlich ist der Mangel an Mülleimern für die Hinterlassenschaften unserer Hunde. Hier gehören, nachdem sich die bisherigen als unpraktisch erwiesen hatten, geeignete Mülleimer an jeden Wallaufgang. Zu guter Letzt sollten die Hinweisschilder aktualisiert werden; viele sind seit Jahren defekt und unansehnlich oder unfreiwillig komisch oder auch ärgerlich.

Im Ergebnis wird es eine lohnenswerte Aufgabe, aus unserem Wall ein Hightlight für jeden Besucher zu machen, seien es Besucher von Auswärts oder Erholungssuchende Duderstädter. Der Wall hat Potential; wir müssen es wollen; ich will es!