Stadtrat Duderstadt

Die SPD Ratsfraktion: von links Matthias Schenke, Doris Glahn, Katja Neumann, Joachim Vetter, Enrico Pizzano und Jan Rittmeier

Jugendbeteiligung – jetzt endlich oder bleibt doch alles beim Alten?

Mit einem neuen Versuch, Jugendliche strukturiert in die politischen Entscheidungsprozesse einzubinden, ist der SPD im Jugendausschuss zumindest ein Teilerfolg gelungen:

Vor 7 bzw 5 Jahren, hatten wir bereits einen ähnlichen Vorstoß unternommen, der allerdings zunächst auf die lange Bank geschoben und dann in aller Stille beerdigt wurde, nachdem Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) alle Beteiligten – Jugendliche, Stadtjugendpfleger, Vertreter des Jugendrings sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) – für erste Gespräche an einen Tisch holen sollte. Erst dann soll das Thema erneut im Fachausschuss beraten werden. Ziel, so Nolte, sei ein für „Duderstadt maßgeschneidertes Konzept“. Nun, geschneidert wurde dann nichts, schon gar nicht maßgeschneidert. Bis heute.

Nun soll nach den Beratungen im Fachausschuss das Thema in den Ortsräten diskutiert werden. Größeren Änderungsbedarf am status quo sahen die Vertreter der CDU, aber leider auch der anderen Fraktionen im Ausschuss  allerdings nicht: „Belassen wie es läuft, weil es läuft“, es müsse nicht etwas erfunden werden, was es schon gebe, so die CDU unter Hinweis auf den umgestaltete und von 150 Kindern der St.-Elisabeth- und der Janusz-Korczak-Grundschulen getesteten LNS-Spielplatzes, wo im Vorfeld Grundschulkinder gefragt worden seien.

Eine solche, vom Wohlwollen der Politik abhängige „Einbeziehung“ von Jugendlichen ist nicht mein Modell. Ich will ein verbindliches Beteiligungsmodell, sei es als Jugendparlament oder, vielleicht sogar sinnvoller als weniger institutionalisierte Form, etwa als ein Forum oder ein Beirat. Ein solches Gremium könnte selbstständig tagen, ein Budget zur Verfügung haben und auch selbstständig Themen aufgreifen können, die dann im Stadtrat diskutiert werden muss. Das dies nötig ist, zeigt die komplette Außerachtlassung der Interessen Jugendlicher bei den bisherigen Planungen der Umgestaltung des ZOB obwohl dieser weit überwiegend von Kinder und Jugendliche frequentiert wird. Auch die bisherigen Jugendkonferenzen wurden von Jugendlichen zwar engagiert besucht, Ergebnisse sind jedoch nicht bis in die Gremien der Stadt „vorgedrungen“.

Gerade jetzt, in einer Zeit in der sich Jugendliche sich immer mehr politisch artikulieren, ist es unsere Pflicht, dieses Engagement aufzugreifen und Möglichkeiten zur Umsetzung zu bieten. Hierfür werde ich mich ob als Bürgermeister oder weiterhin als Ratsherr mit aller Kraft einsetzen. Daher mein Appell: Wer mehr Jugendbeteiligung in Duderstadt will, wer will, das wir deutlich mehr Angebote und Engagement für die Jugend für Duderstadt bekommen, geht zur Wahl und wählt Matthias Schenke. Nicht vergessen: Ab 16 Jahren kann gewählt werden!